sein Leben

Ludwig Hünd wurde am 26. April 1812 in Bocholt, nahe der niederländischen Grenze geboren. Bei welchem Orgelbauer der junge Ludwig seine Ausbildung erhielt, ist nicht überliefert. Jedoch ist belegt, dass er um 1840 als Orgelbauer bei der Firma Bätz in Utrecht arbeitete. Zur Montage einer Orgel von Bätz reiste Ludwig Hünd nach Batavia, dem heutigen Djakarta auf Indonesien. Nach seiner Rückkehr 1844 arbeitete er noch bei unterschiedlichen Orgelbauern im Rheinland, bevor Ludwig Hünd um 1850 in Linz am Rhein seine Werkstatt eröffnete. Sein vormaliger Arbeitgeber, Wilhelm Sonreck aus Köln war bekannt dafür, sich zu ehemaligen Angestellten abfällig zu äußern. Besonders dann, wenn es sich um talentierte Handwerker handelte. So traf es auch Ludwig Hünd. Sein Talent und die hohe Qualität seiner Arbeit wurde jedoch trotz der anfänglichen Rufschädigung bald wahrgenommen. Es folgten, eine Vielzahl von Aufträgen für Um- und Neubauten. 1868 heiratete Ludwig Hünd Katharina Rosalie Schmidt aus Koblenz. Nach einem ereignisreichen Leben verstarb Ludwig Hünd am 26. Mai 1899 im Alter von 87 Jahren in Linz. Seine Werkstatt wurde von Johann Stockhausen weitergeführt.

Weitere Informationen zu Ludwig Hünd finden sich in dem Artikel «Der Orgelbauer Ludwig Hünd» von Franz-Josef Vogt (Acta Organologica, Nr. 29, 2006, p. 331-358).

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