
Im Frühling 2024 begannen die ersten konkreten Überlegungen zur Restaurierung der Orgel. Es wurde ein umfangreicher Maßnahmenkatalog erarbeitet. Mit dieser Grundlage wurden mehrere Orgelbauer beauftragt ein entsprechendes Restaurierungskonzept zu erstellen. Im Auswahlprozess wurden unterschiedliche Orgeln besichtigt, um ein besseres Bild von den Arbeiten der Orgelbauer zu erhalten. Zusammen mit dem zuständigen Orgelsachverständigen des Bistums Trier, Herrn Dr. Michael Meyer, wurde die Entscheidung getroffen den Auftrag an Verschueren Orgelbouw in den Niederlanden zu vergeben. Erwähnenswert sind die Aspekte der Sensibilität und der Reversibilität im Umgang mit historischen Instrumenten, die Verschueren Orgelbouw auszeichnet.
Firma Verschueren Orgelbouw
Die Werkstatt wurde 1891 von Léon Verschueren in Heythuysen gegründet. Zunächst überwiegend in den Niederlanden, baute die Werkstatt nach dem 2. Weltkrieg auch vermehrt Orgeln in den europäischen Nachbarländern. Bereits in den 1970er Jahren wurde ein Schwerpunkt auf die Restaurierung sowie Dokumentation historischer Orgeln gelegt. Mit diesem Wissen entstanden Orgelneubauten im „historischen“ Stil, die die Firma international bekannt machte.
Das Unternehmen wurde von drei aufeinanderfolgenden Generationen der Familie Verschueren geführt. Seit November 2010 leitet Johan Zoutendijk den Betrieb. Im Oktober 2015 wurde die Werkstatt von Heythuysen nach Ittervoort verlegt. Zum 100-jährigen Firmenjubiläum wurde Verschueren Orgelbouw das Prädikat „Koniklijk Hofleverancier“ (Königlicher Hoflieferant) verliehen, welches anlässlich des 125-jährigen Jubiläums bestätigt wurde. Heute sind in der Firma 11 Mitarbeitende tätig, die mit ihren Qualifikationen eine umfangreicheiche Expertise im Orgelbau abbilden.
Restaurierungsprojekte
In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Restaurierungen bedeutender historischer Orgeln durchgeführt. Aus Respekt vor der Qualität der historischen Substanz wird bei der Restauriert sehr viel Wert daraufgelegt Materialien und Techniken zu verwenden, die dem historischen Vorbild entsprechen. Für die Instandhaltung und Restaurierung historischer Instrumente sind Fachkenntnisse essenziell, ebenso wie das Wissen um den kulturellen und historischen Kontext, in den das jeweilige Instrument einzuordnen ist.
Verschueren Orgelbouw hat in den letzten zwei Jahrzehnten wichtige Erfahrungen mit deutschen Instrumenten aus dem 19. Jahrhundert gesammelt. In diesem Zusammenhang sind die Restaurierung der Rütter-Orgel (1856) in Hernen, die Rekonstruktion der Ibach-Orgel (1864) in Bergen op Zoom und die wiederaufgebauten Orgeln von Randebrock in Lottum (1881) und die von Dauzenberg in Hasselsweiler (1865) erwähnenswert. Auch die Restaurierung der Klais-Orgel in Tönisvorst (1903) und Kempen, St. Hubert (1933) zeugen von der Erfahrung mit Instrumenten dieses Stils.

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